8. Mai 2015

YouTube

YouTube ist ein Videoportal, auf dem die Nutzer Videos hochladen, kommentieren und bewerten können. Die Plattform ist sehr beliebt und es werden 300 Stunden Videomaterial pro Minute hochgeladen. Ihr kennt wahrscheinlich alle einige der beliebtesten deutschen YouTube-Channels, wie Dagi Bee, BibisBeautyPalace, Sami Slimani, Gronkh oder Y-Titty. Sie teilen ihr Leben mit euch, sorgen für viel Unterhaltung und jeder wäre gerne ein bisschen wie sie. Deshalb schauen sich viele junge Leute ihre Videos an oder legen selber einen Channel an.

Auf dieser Seite findest du Informationen darüber, was du bei der Nutzung von YouTube beachten solltest.

Datenschutz-Einstellungen

Schütze deinen YouTube-Account indem du deine Datenschutz-Einstellungen mit Bedacht auswählst. Dazu solltest du deine Bewertungen von Videos und Playlists möglichst privat halten und deine Abos nicht veröffentlichen. Wie das geht, siehst du auf diesem Screenshot:

datenschutzeinstellungen youtube

Diese Datenschutz-Einstellungen solltest du wählen

Du solltest auch die Einstellungen bei „Benachrichtigungen“ ganz genau durchgehen, um zu vermeiden, dass du viele Spam-Emails bekommst. Auch den YouTube-Newsletter kannst du ausstellen.

Musik und Urheberrecht


Was ist ein Urheber?
Ein Urheber ist der Schöpfer eines Werkes, z.B. der Komponist eines Liedes, der Maler eines Bildes, der Macher eines Fotos, der Autor eines Textes oder der Entwickler eines Computerspiels. Das Urheberrecht sorgt dafür, dass jeder Urheber/Eigentümer auch wirklich bestimmen kann, was mit seinem Produkt (Lied, Bild, Foto, Text,…) passiert. Nur der Urheber darf bestimmen, wann und wo sein Werk gezeigt/veröffentlicht und verbreitet wird.

Wie ist das Urheberrecht bei Musik geregelt?
Mit Musik hinterlegte Videos: Musik spielt bei YouTube-Videos eine große Rolle, denn viele Videos sind mit Musik hinterlegt. Natürlich darfst du Musik hören, wenn du die Lieder legal heruntergeladen/gekauft hast und du darfst sie auch deinen Freunden und Verwandten vorspielen. Aber sobald du Lieder/Musik in deine Videos einfügst und hochlädst, verlierst du den Überblick, wer diese Musik zu hören bekommt, weil du dein Video öffentlich zugänglich machst. Du entscheidest dich dann also dazu diese Musik zu veröffentlichen, aber diese Entscheidung kann nur der Urheber/Komponist treffen.

Radio im Hintergrund: Auch wenn du dich selber filmst und Musik aus dem Radio im Hintergrund läuft, kann das zum Problem werden. Denn alles, was im Radio läuft ist zwar öffentlich, aber nur weil die Radiosender Geld an die Urheber zahlen, um ihre Musik veröffentlichen zu dürfen. Du zahlst den Urhebern kein Geld, also darfst du Radiobeiträge nicht noch weiter veröffentlichen.

Strafen: Leider sind für Urheberrechtsverletzungen hohe Strafen angesetzt. Ein kleiner Verstoß kann dich, bzw. deine Eltern, bis zu 1000 Euro kosten. Deshalb solltest du immer das Urheberrecht respektieren!

GEMA: Hast du dich mal gefragt, wer oder was diese komische „GEMA“ ist, die so viele YouTube-Videos sperrt? GEMA steht für „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“. Ganz plump erklärt kann man sagen, dass sich dahinter eine Art Urheberrechts-Polizei verbirgt, die Videos sperrt, die gegen das Urheberrecht verstoßen.

Versteckte Werbung

Auf YouTube gibt es keine Werbung? – Falsch gedacht! Auf YouTube findest du besonders viel Werbung.

  • Die offensichtlichen Werbespots am Anfang eines Videos machen nur einen ganz kleinen Teil davon aus.
  • Alle eure YouTube-Stars machen Werbung, indem sie euch Produkte vorstellen. Dies kann ein Lipgloss sein, eine Wimpernzange, ein Smartphone, eine Kamera und alles andere, was in den Videos vorkommt.
  • Sogar die Gegenstände im Hintergrund sind oft nicht zufällig im Kamerabild mit drin, sondern bewusst dort platziert worden.
  • Eure YouTuber dürfen zwar nicht direkt sagen: „Kauft dieses Produkt“, weil das normalerweise gegen die Werberichtlinien verstößt, aber sie machen euch so große Lust darauf, dass ihr genau dieses Produkt auch haben wollt!
  • Häufig findet ihr unter den Videos entsprechende Links, die euch direkt dorthin leiten, wo ihr die Sachen kaufen könnt.
  • YouTube-Stars wollen Geld verdienen. Natürlich werden sie durch eine hohe Klickzahl immer berühmter, aber sie bekommen nur ungefähr 1 Cent für 1000 Klicks. Da kommt zwar einiges zusammen, aber es reicht nicht um dauerhaft eine eigene Wohnung, Essen, Kosmetik, Klamotten und Rechnungen zu bezahlen. Das meiste Geld bekommen sie dafür, dass sie Werbung für Produkte machen und für diese Werbung bezahlt werden.

Hater und Shit-Storms


Was sind Hater?
Mit „Hatern“ (engl.: „hate“=hassen, „hater“=Hasser) sind die Menschen gemeint, die ganz extrem über etwas herziehen, also etwas überhaupt nicht mögen und deshalb viele blöde Wörter und Beleidigungen verwenden, um ihren Hass auszudrücken. Hater gibt es immer und überall, denn nicht jeder Mensch kann alles mögen und jeder kennt das Gefühl etwas besonders blöd zu finden oder sogar zu hassen (eine Situation, eine Person, ein Lied,…).

Hater bei YouTube:
Bei YouTube können sich Hater richtig austoben, da sie die Kommentar-Funktion unter den Videos nutzen können, um ihre Meinung zu äußern und das machen sie auch. Die Hemmschwelle eine Beleidigung zu äußern, ist durch die Anonymität des Internets viel geringer, als wenn man einer realen Person gegenüber steht. Das heißt also, dass Menschen im Internet viel schneller zugeben etwas nicht zu mögen, als in einem direkten Gespräch, weil sie sich hinter Spitznamen (Nicknames) verstecken können. Dazu kommt, dass viele andere Menschen schnell und direkt auf die Beiträge Antworten können und sich die gemeinen Kommentare schnell hochschaukeln können. Dabei machen sich die Verfasser der Kommentare aber leider oft keine Gedanken über die Konsequenzen, nämlich dass sie mit ihren doofen Sprüchen jemanden persönlich verletzen können. Diese Ansammlung von Beleidigungen, Drohungen und Lästereien prasselt dann wie ein Sturm (engl.: „storm“) auf die YouTuber ein, was dann als „Shit-Storm“ bezeichnet werden kann.

Keine Panik!
Worte können sehr verletzend sein, aber mach dir bloß keine großen Gedanken darüber! Viele Menschen übertreiben mit ihren blöden Bemerkungen, weil sie sich hinter ihrem Spitznamen sicher fühlen. Sie hätten niemals den Mut in Wirklichkeit so gemein zu Dir zu sein. Außerdem musst Du Dir immer klar machen, dass nicht jeder alles mögen kann. Sei also nicht traurig, wenn jemand Deine Videos nicht mag und deshalb etwas blödes schreibt. Deshalb solltest Du Dich auch nie an Shit-Storms bei anderen beteiligen und immer die Frage im Hinterkopf behalten: Wie würde ich mich in dieser Situation fühlen?

Der Übergang von Shit-Storms und Cybermobbing ist manchmal fließend. Hier bekomst du Hilfestellungen, wie du Mobbing im Internet vermeiden kannst, wie du dich wehren kannst und wie du anderen helfen kannst.

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